Zum Rücktritt von Petra Stichnothe

 Sie hat mit ihrem Einsatz viel zum Erfolg von ProSpecieRara beigetragen und mit den Wollschweinen ein schwieriges, aber auch werbeträchtiges Projekt mit aufgebaut. Mit grossem Einsatz war sie auch dabei, als es darum ging, die genetisch schwache Schweizer Population durch Importe auf eine breitere Basis zu stellen, zuerst mit Ebern aus Deutschland, dann mit sorgfältig ausgesuchten Tieren aus Ungarn.

Besuch Quarantäne

Petra bei der Quarantäne-Abklärung

 

Petra hat einen phänomenalen Leistungsausweis über dreissig Jahre, den ich ausdrücklich würdigen möchte. Zuerst als Zuchtbuchführerin, dann zweimal als Präsidentin. Sie sprang immer wieder ein, wenn „Not am Manne“ war. Nur mit Leuten wie Petra konnte ProSpecieRara werden, was es heute ist!

Danke Petra! Und danke, dass du dem SVWS auch weiter in verschiedenen Funktionen zur Verfügung stehen wirst.

Hape Grünenfelder
(Gründer und langjähriger Leiter von ProSpecieRara)

 


 

Liebe Petra Leider bin ich nicht mehr so mobil wie einst - das bringt das Alter so mit sich! Ich werde also nicht an die Mitgliederversammlung nach Olten kommen.

Deinen verständlichen und offenbar gut vorbereiteten Rücktritt nach all den Jahren bedaure ich sehr, mit dir verlässt vermutlich die letzte Person den SVWS-Vorstand, die sich lange vor der SVWS Gründung mit den Wollschweinen in der Schweiz befasste. Du warst die Zuchtbuchführerin bei der Pro specie rara und hast , wenn mich meine Erinnerung nicht tàuscht unter Hans-Peter Grünenfelder für die PSR gearbeitet.
Lange ist das her!
Ich weiss noch, wie wir in St. Peterzell die letzten drei Tiere der Stammstiftung: Oskar, Amalie und Berta in holten. Wir wussten nur, die Tiere müssen überleben und Junge aufziehen. Wir wussten aber auch, dass die bis dahin erdachte Haltung nur sehr ungenügend klappte und jede Menge von Verlusten durch Milchfieber erbrachte. Nach einigen gesunden Würfen unter unseren Rahmenbedingungen, kamen die Eber aus den Zoos in Deutschland. Ein Prachtskerl hiess "Lukas", der mir in aller Liebe eine Überhose bei Reiben am Bein mit seinen Hauern aufschlitzte! So begannen bei uns die Zuchtlinien A, B, C, D und E! Dann, nach 10 Jahren Schweinezucht wurde eine artfremde Kolibakterie bei uns eingeschleppt und alle Tiere starben innert dreier Tage, obwohl sich drei Tierärzte (einer sogar aus Zürich) um die Rettung der Tiere bemühten. Eine tolle Zeit war zu Ende, die Kraft zu einem Neuanfang hatten wir leider nicht mehr. Der Züchterverein war gegründet und frisches Blut eingekreuzt - es ging also weiter!

Dir Petra möchte ich ganz herzlich für deinen Einsatz für die Wollschweine danken und ich wünsche dir noch viele schöne Begegnungen mit diesen Tieren. Leute wie Hans-Peter Grünenfelder waren und sind nötig, um solche nachhaltigen Projekte zu erkennen und zu ermöglichen, aber ohne ausdauernde Schafferinnen wie du eine warst und bist, könnte die Nachhaltigkeit solcher Projekte nie realisiert werden.

Dir wünsche ich weiterhin eine zufriedenes Leben Rainer, eine langjährige "wollschweine Bekanntschaft"

Rainer Paul