Die Weide

Die Weide

Die Vorteile des Weideganges seien hier nochmals zusammengefasst: Bessere Gesamtkonstitution, bessere Gliedmassengesundheit, bessere Fruchtbarkeit, leichtere Geburten und weniger erdrückte Ferkel, da die Sauen beweglicher sind.

 

Soll die Weide einen guten Ertrag abwerfen, muss sie sorgfältig gepflegt werden. Eine Einteilung in Koppeln ist unerlässlich, um ständig jungen, etwa handhohen Aufwuchs zur Verfügung zu haben. Durch die Beweidung mit Schweinen werden langfristig stengelige und grobblätterige Pflanzen zurückgedrängt, und es kann sich ein vielseitiger Pflanzenbestand entwickeln.

 

Wichtig ist es, Schweine nur hungrig auf die Weide zu bringen, damit sie nicht übermässig zu wühlen anfangen und damit die Grasnarbe zerstören. Auch nach Regen ist ein Weidegang nicht sinnvoll, da die an die Oberfläche gekommenen Regenwürmer die Schweine zum Wühlen anregen.

 

Allgemein gilt: Je weniger Land man zur Verfügung hat, desto sorgfältiger muss die Weide gehandhabt werden. Die Situation kann durch ungünstige Umweltfaktoren wie schwerer Boden und hohe Niederschlagsmengen verschärft werden.

 

Die einzelnen Koppeln können 3 – 5 Tage genutzt werden, dann wartet man je nach Boden, Klima und Jahreszeit 15 – 30 Tage bis Futter nachgewachsen ist.

 

Man rechnet bei Edelschweinen mit ca. 20 Zuchtsauen pro Hektare. Auf einer gut geführten Weide kann eine Sau 10 – 15 kg Gras aufnehmen. Dies deckt den Nährstoffbedarf von galten oder niedertragenden Sauen.

 

Die Sauenhaltung kann auch in einer einfachen Hütte auf der Weidefläche erfolgen. Es empfiehlt sich aber rund um die Hütte den Boden zu befestigen. In der Hütte sollte pro Sau ca. 1 m2 Fläche zur Verfügung stehen.